Immer wenn ich an dich denke

Entdecken Sie den dritten Gedichtband des Ueberauer Autors Gunther Ross. Ein literarisches Werk voller heiterer und besinnlicher Lyrik für Erwachsene, verfasst in feinsinnigem Hochdeutsch.

Heitere und besinnliche Verse

In seinem dritten Gedichtband fängt Gunther Ross Momente des Innehaltens, der Liebe und des Alltags ein. Seine Poesie spricht Herz und Geist gleichermaßen an – heiter, nachdenklich und immer nah am wahren Leben.

Verwurzelt im Odenwald

Seit mehr als 30 Jahren lebt der Autor im Reinheimer Stadtteil Ueberau. Seine Verbundenheit mit der Region und den Menschen des Odenwalds spiegelt sich in vielen der einfühlsamen Zeilen und Stimmungen wider.

Buchdetails und Leseprobe

Erschienen im regionalen Forstberg-Verlag ist das Werk unter der ISBN 978-3-982886-5-3-4 im Buchhandel erhältlich. Laden Sie sich gerne unsere Leseprobe herunter und tauchen Sie ein in die Wortwelten von Gunther Ross.

Leseprobe aus dem Gedichtband

Allerhand "Ungeziefer"

Da war einmal ´ne Wanze,
die ging sehr gern zum Tanze
und traf sich oftmals - „sowieso“
dazu mit einen „munt´ren“ Floh...

Das ärgerte die Zecke,
die dann, zu ihrem Zwecke,
den Beiden oft den Spaß vermiest,
weil sie lautstark sie angenießt!

Die Milbe stundenlang,
oftmals das Tanzbein schwang,
und sah dabei ganz munter aus,
beinah´ wie eine Kleiderlaus.

So waren sie vereint
und jeder hat gemeint,
daß jeder für sich selbst allein,
könnte was ganz „Besond´res“ sein.

Wie haben sie gejubelt
und laut herum „getrubelt“,
denn fast war jedem dabei klar,
daß er bestimmt „einmalig“ war.

Doch weder Mensch, noch Tier,
verrat´ ich jetzt und hier,
waren begeistert und entzückt,
sind sie ihm „auf den Leib“ gerückt
und keiner hat sie je geliebt,
seitdem es Ungeziefer gibt
denn jeder fragt: „Was mach ich blos
und werd´ sie ganz schnell wieder los?“

 

Der Hase auf der Fensterbank

Ein Hase hoppelte ganz stumm
auf meiner Fensterbank herum.
Er hatte Zähne, hart wie Stahl
und war von „anno dazumal“,
war weder jung und weder alt,
von großer Hasen-Wohlgestalt,
mit einem Stummelschwanz am Po
und langen Ohren „sowieso“...

Er hat mich immer sehr erfeut,
hab´seinen Anblick nie bereut,
doch war er eines Tages fort
und saß ganz einfach nicht mehr dort.

Ich hab´ ihn dann nach Stunden
endlich doch noch gefunden,
denn er lag - ohne „Schnaufen“ -
herum als Scherbenhaufen
und war zerbrochen, was mir klar,
weil er nur aus Keramik war.

Schnell schwor ich ihm indessen
ich würd´ ihn nie vergessen
und manches Mal, um Mitternacht,
glaub´ ich zu sehen, wie er lacht,
denn dann sitzt er dort - Gott die Dank -
erneut auf jener Fensterbank
und zeigt mir jedes Mal
die Zähnchen, wie aus Stahl
doch nach ein paar Sekunden,
ist er sogleich verschwunden,
weil er mir ein´s damit beweist:
er lebt dort nur - als „Hasengeist“!!!