Ueberauer Ansichten
Häuser und Straßen - gestern und heute
Ueberauer Ansichten
Häuser und Straßen - gestern und heute
Format: DIN A 5 quer
96 Seiten, Hardcover
ISBN , 15,- €
Erhältlich beim Forstberg-Verlag
Breubergstr. 6a, Ueberau
Tel. 0 62 61 / 91 26 58
forstbergverlag@t-online.de
In Reinheim bei BuchMeyer
Vorwort
2005 zur 700-Jahrfeier Ueberaus wurde auch eine Bilderausstellung im Bürgerhaus gezeigt. Der Festausschuss hatte einen Aufruf veröffentlicht und die Einwohner gebeten, für diese Ausstellung alte Fotos von Ueberau zur Verfügung zu stellen. Der Ausstellungsbesuch und die durchweg positive Resonanz waren überwältigend.
Nach dem Fest wurde der Festausschuss aufgelöst. Daraufhin organisierte die IG Ueberauer Heimatgeschichte von 2006 bis 2017 in jedem Jahr eine Bilderausstellung. Im Laufe der Zeit wurden es aber immer weniger Bilder, die uns zur Verfügung gestellt wurden. 2017 war dann die letzte Ausstellung dieser Art.
Ähnlich erging es der Schriftenreihe „Ueberauer Geschichte(n) – Beiträge, Geschichten und Bilder zu Ort und Region“, die ebenfalls zur Bilderausstellung erschienen sind. Auch hier wurde es immer schwieriger passende Themen zu finden. Mit der 12. Ausgabe im September 2017 war dann Schluss.
Vor kurzem, beim Durchblättern der Ausstellungskataloge, ist mir die Idee gekommen, Bilder mit Häusern und Straßen herauszusuchen und von diesen Bildern „aktuelle Fotos“ für eine Gegenüberstellung zu machen. Das Ergebnis ist auf den folgenden Seiten zu sehen.
Danach sind 15 Ansichtskarten von Ueberau abgedruckt. Die älteste Karte ist eine Farblithografie von 1906, und die letzten Karten dürften aus den 1970er Jahren sein.
Ueberau in alten Ansichtskarten
Karten werden heute noch zu den unterschiedlichsten Anlässen versandt – meistens zu Geburtstagen, anderen feierlichen Anlässen oder in Form von Ansichtskarten aus dem Urlaub.
Die Ansichtskarte hat eine interessante Geschichte. Ihre Anfänge liegen bereits in den 1770er Jahren, mit den ersten gedruckten Karten in Frankreich, die möglicherweise sogar mit Bildern versehen waren.
Die förmliche Einführung der Postkarte, die zunächst als „Corres-pondenzkarte“ bekannt war, erfolgte dann in Österreich-Ungarn 1869. 1870 folgte Deutschland, und auch hier wurde die Postkarte gut aufgenommen.
Ursprünglich wurden Postkarten nur für schriftliche Mitteilungen, ohne Illustrationen, verwendet. Erst etwas später kamen illustrierte Karten auf, die als Ansichtskarten bezeichnet wurden.
Als „Erfinder“ der Ansichtskarte wird der Oldenburger Buchhändler August Schwarz genannt, der am 16. Juli 1870 die erste mit einem Bildchen bedruckte „Corres-pondenz-Karte“ verschickte.
Im deutsch-französischen Krieg (1870/1871) erlebt die Postkarte ihren ersten Masseneinsatz – als Feldpostkarte. Sie wird gratis zugestellt. Ihre wichtigste Botschaft: „Ich lebe noch!“ Familien und Freunde halten über Monate nur über die Feldpost Kontakt.
Rund 20 Jahre später beginnen Verlage, zunächst Zeichnungen und Grafiken und dann Fotografien auf die Karten zu drucken. Ihre Botschaften schreiben die Menschen rund ums Foto – denn weiterhin ist die andere Postkartenseite ausschließlich für die Adresse reserviert. Die ersten Bilder zeigen Ansichten von größeren Städten und Sehenswürdigkeiten. Es dauerte jedoch nicht lange, da druckt jeder noch so kleine Ort seine eigene Ansichtskarten.
Auf den folgenden Seiten finden Sie 15 Ansichtskarten von Ueberau. Die älteste Karte ist eine Farblithografie aus dem Jahr 1906. Die letzten Karten, die hier abgedruckt sind, kann man nicht genau datieren, sie dürften aber aus den 1970er Jahren stammen.
Ansichtskarten gibt es immer noch. Zwar nicht mehr in der Vielfalt wie früher, doch Ansichtskarten aus dem Urlaub werden nach wie vor noch gerne geschrieben und verschickt.
Allerdings hat die Ansichtskarte eine große Konkurrenz bekommen, denn übers Handy werden mit WhatsApp unzählige selbst fotografierte „Ansichtskarten“ verschickt.
Und so dürften auch die Tage der Ansichtskarte gezählt sein. Nicht gleich morgen, aber irgendwann bestimmt.